Das Lautsprechergehäuse

Hier geht es darum, wie ihr das optimale Gehäuse für euren mobilen Lautsprecher herausfindet. Denn das Gehäuse ist nicht nur die Schutzhülle von euren Bauteilen sondern auch sehr wichtig für den Klang.
Auf der einen Seite ist natürlich ein kleines Gehäuse praktisch, weil es leichter zu transportieren ist, auf der anderen Seite sorgt ein großes Volumen oft für mehr Bass. Deshalb gilt es - so wie immer - einen Kompromiss zu finden.

Die Gehäusetypen

Doch erst einmal was allgemeines zu Gehäusen.
Das Gehäuse verhindert den sogenannten akustischen Kurzschluss. Wenn die Membran nach vorne geht, entsteht vor der Membran ein Überdruck, hinter der Membran ein Unterdruck. Die würden sich allerdings sofort ausgleichen. Des Resultat ist, dass man fast nichts hört (besonders im Bass).

 

  • Im einfachsten Fall kann man den Akustischen Kurzschluss durch ein Brett verhindern, auf das man das Chassis montiert. Das nennt sich dann Dipol. Ein Dipol hat allerdings sehr viele Eigenheiten und kann beliebig verkompliziert werden. Für mobile Zwecke ist er leider nicht geeignet.

  • Dann gibt es noch das Geschlossene Gehäuse. Aller Schall der von der Rückseite erzeugt wird, wird geschluckt. Deshalb ist es bei geschlossenen Gehäuse besonders wichtig, dass die Wände nicht mitschwingen. Ein Qts Wert von 0,7 ist hier optimal.

 


Jetzt gibt es noch verschiedene Gehäuse die den rückwärtigen Schall nutzen:

 

  • Das Bassreflexgehäuse ist sehr weit verbreitet, nicht zuletzt wegen der einfachen Simulation. Allerdings ist nicht jedes Chassis dafür geeignet. Ein Qts Wert von 0,34 ist optimal. Mehr dazu aber später.

  • Transmissionslinegehäuse (TML) und Horngehäuse sind für Anfänger nahezu unmöglich zu entwickeln. Falls man sich für einen Bausatz entscheidet, kann aber eines der beiden Gehäuse durchaus vorkommen. Hier sollen sie nur der Vollständigkeit halber genannt sein.

  • Dann gibt es noch das Kontrolliert Undichte (KU) Gehäuse. Das ist die Lösung für Chassis mit sehr hohem Qts Wert von über 1 (sehr oft bei Autochassis, besonders welche für Hutablagen und Autotüren). Man macht ein Loch in die Rückwand und stopft es mit Dämmung zu. Es entsteht eine Art Ventil: der Schall kann raus, aber nicht rein. Allerdings kann man KU nicht wirklich berechnen. Ihr werdet um ein Testgehäuse nicht herumkommen.

 

Die eigentliche Planung

Als erstes müsst ihr euch überlegen, wie groß das ganze ungefähr werden soll. Hierbei ist vor allem das Luftvolumen wichtig. Ihr müsst also noch von den Außenmaßen euer Holz, euren Akku und alles andere abziehen.

Dann solltet ihr schon mal eine grobe Auswahl an Chassis heraussuchen.
Jetzt geht es schon ans simulieren. Dieser Schritt wird die Auswahl der Chassis schon deutlich reduzieren. Manche brauchen ein zu großes Volumen, manche liefern nicht genug Bass.
Wenn ihr eure optimale Chassis-Gehäuse Kombination gefunden habt, seit ihr fertig.