Löten

Löten ist ein zentraler Aspekt vom Lautsprecherbau. Besonders wenn die Projekte komplizierter werden ist mehr Elektronik an Bord und man muss systematisch an die Sache rangehen.

 

Als Lötkolben verwende ich einen Weller WM20 mit 20W, den ich weiterempfehlen kann. Die Leistung ist gut ausreichend. Bei größeren Kabelquerschnitten (2qmm+) merkt man die geringe Leistung zwar schon, bis jetzt habe ich jedes Kabel verzinnt bekommen.

Als Lötzinn verwende ich Bleihaltiges Lötzinn (SN60/PB40) mit 1mm Durchmesser. Das kann ich auch weiterempfehlen. Ich habe eine 250g Rolle, die hält bei mir sicher 5 jahre.

 

Löten funktioniert recht intuitiv. Heiß machen, Zinn drauf, abkühlen lassen. Ihr wollt, dass das Lötzinn glänzt und nicht matt ist. Wenn ihr mit Platinen lötet dürfen sich auf der Platine keine Kugeln bilden. Es sollen eher Hügel entstehen. Der Benetzungswinkel muss also möglichst klein sein. Wenn eure Platine oder auch euer Lötkolben Lötzinn nicht mehr gut aufnehmen, solltet ihr sie/ihn reinigen. Ich habe dafür feine Stahlwolle. Achtet beim Lötkolben drauf, dass ihr schnell und leicht abwischt. Ihr wollt ihn nicht verkratzen. Ein feuchtes Baumwolltuch oder ein feuchter Schwamm sind auch sehr gut geeignet.

 

Beim Löten von komplizierteren Schaltungen (Akku-Monitor, Netzumschaltung, Quellenumschaltung mit Relais) ist es sinnvoll Lochrasterplatinen zu verwenden. Achtet beim Kauf auf das richtige Rastermaß (idR 2,54mm=1/10 Inch) zu euren Bauteilen. Um mehrere Platinen untereinander zu verbinden sind Platinenverbinder sehr hilfreich.

 

Macht alles auf getrennte Platinen, damit ihr besser testen könnt, ob es funktioniert. Dann kann man die Netzumschaltung unabhängig von der Quellenumschaltung testen.

 

Ich verzinne immer alle Kabelenden, auch die, die danach in Kabelschuhen verschwinden. Denn dann können keine einzelnen Adern herausstehen die einen Kurzschluss verursachen können. Außerdem ist dann das Kabel stabiler und wird zb durch Schraubanschlüsse nicht zerstört.