Tipps und Tricks...

...zum Aufbau

Wenn man nur grob auf die Box schaut, ist es meistens erstmal nur ein rechteckiger Kasten. Doch wenn man genauer hinschaut, ist es deutlich mehr als ein einfacher Kasten.

Ein sehr wichtiger Punkt beim Zusammenbau ist die Luftdichtigkeit. Wenn man innen ein relativ verwinkeltes Gehäuse hat (wie z.B. beim "Kleinen Bretterhaufen"), ist es sinnvoll alle Bretter die die Höhe vorgeben auch gleich hoch zu machen.

Auf dem linken Bild sind alle Bretter innen 10cm breit. Das macht beim Zusammenbau wenig Probleme, denn selbst wenn alle Bretter 10,2cm breit sind, ists immernoch dicht.

Bei dem rechten Bild geben zwei Brettbreiten die Höhe vor: die Inneren mit 10cm und die äußere mit 12cm. Man braucht also zwei Sägeeinstellungen, was Probleme beim Zusammenbau verursachen kann. Wenn die inneren 10,2cm groß werden und die äußeren 12,0cm, hat man überstehende Seitenplatten. Außerdem müsste man in diesem Fall zb den Kanalauslass noch extra ausschneiden.

 

Es kann aber trotzdem sinnvoll sein, die Front aufgesetzt zu gestalten, z.B. weil man nicht will, das auf der Vorderseite Kanten sind, die nach einer Lackierung wieder durchkommen können. Man kann in dem Fall die Front auf jeder Seite 2mm zu groß zuschneiden und dann mit einem Bündigfräser passend zufräsen nachdem die Platte schon aufgeleimt ist. Dadurch hat man auf jeden Fall einen perfekten Übergang, selbst wenn nicht ganz präzise gesägt, oder sich die Platte beim Leimen verschoben hat

Jede mobile Box braucht eine Wartungsklappe die so groß ist, dass man alles ein- und ausbauen kann. Die Klappe ist aber oft aus Platzgründen im gleichen Abteil wie die Chassis, also muss sie dicht sein. Mit einem leichten Trick geht das aber ganz simpel.

Die Klappe wird auf einen Ring gesetzt. Auf den Ring kann man dünnes Fenster/Lautsprecherdichtband kleben. Die Öffnung ist groß und trotzdem sehr Dicht. Man muss nur beim Einkleben des Rings drauf achten, dass die Höhe genau stimmt. Das macht man am besten mit einem kleinen Reststück von dem Rückplattenmaterial.

Am besten macht man den Boden oder die Rückwand schraubbar, das sind die optisch unauffäligsten Seiten.

Wenn man den Akku sicher einbauen will, gibts da auch einen einfachen Trick:

Auf den Boden werden zwei oder drei Leisten geleimt. 1cmx1cm ist vollkommen ausreichend. Über den Akku kommt ein Block, der auf die Seitenwand geschraubt wird. Wichtig ist, dass der Akku spielfrei sitzt. Man leimt am besten die Leisten auf den Boden, während der Akku eingebaut ist.

...zur Verkabelung

Die Verkabelung in Boxen kann sehr schnell sehr unübersichtlich werden. Einen wichtigen Beitrag zur Übersichtlichkeit leisten Kabelbinder und Kabelschellen. Man sollte auch möglichst viel Elektronik auf einem Teil befestigen. Sprich entweder fast alles im Gehäuse, oder fast alles auf der Wartungsklappe. Wenn alles im Gehäuse ist, kann man die Klappe komplett rausnehmen und beiseite legen. Allerdings ist es im Gehäuse oft eng, was den Einbau oder die Fehlersuche schwierig gestaltet. Wenn man fast alles auf der Wartungsklappe befestigt hat man viel Platz außenrum zum Einbau. Allerdings ist die Fläche der Wartungsklappe begrenzt und es lassen sich nicht alle Teile darauf befestigen (Chassis, Potis, etc.). Der Vorteil möglichst viel auf ein Teil zu machen ist die vereinfachte Kabelführung. Teilweise lassen sich dann auch Kabel permanent mit Heißkleber befestigen. Dann können sie schon nicht im Gehäuse rumfliegen und den Einbau erschweren.

Hier sind Akkus, Verstärker, 5V Converter und Akkuanzeige auf der Grundplatte verbaut. Im Gehäuse sind die Lautstärkeregelung, die Quellenumschaltung, zwei Schalter, zwei Buchsen und das Ipod Kabel. Insgesamt ist alles recht übersichlich geworden.

...zur Umsetzung

  • Zeichnet euch alle Bohrlöcher vorher an und markiert sie mit einem Ankörner oder Nagel.

 

  • Bohrt immer alle Löcher vor. Auch wenn es viel Arbeit macht dauernd zwischen Bohrer und Bithalter zu wechseln, es lohnt sich. Die Schrauben halten besser und das Holz springt nicht mehr so leicht.

 

  • Wenn ihr schon eure Oberfläche fertig gefinisched habt und trotzdem noch Löcher machen müsst, klebt Kreppband auf die Oberfläche. Dann kann man ohne Probleme Anzeichnen. Außerdem minimiert man das Risiko für Schäden.

 

  • Wenn ihr Chassis einschraubt, macht das auf keinen Fall mit einem Akkuschrauber. Nehmt einen Schraubenzieher und seid sehr vorstichtig. Man rutscht sehr schnell ab und macht sich ein Loch in die Sicke. Ich halte immer einen Finger zwischen Schraube und Sicke, dass ich wenn dann nach außen abrutsche.

 

  • Wenn ihr Platten mit einer Stichsäge zusägt, klebt auf die Oberseite Klebeband. Das minimiert das Ausreißen.