Produktvorschläge

Bis jetzt habe ich immer nur sehr allgemein erklärt, was für Anforderungen eure Bauteile erfüllen sollten, bin aber noch nicht auf konkrete Produkte eingegangen.

Sehr das hier nicht als Werbung für bestimmte Hersteller oder Shops an, sondern als meine Erfahrungen. Geld bekomme ich von keinem Hersteller.

Akkus/Batterien

Bleiakkus

Bei Bleiakkus nehme ich eigentlich immer das billigste Angebot von Ebay und bin damit bis jetzt auch immer voll zufrieden gewesen. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit einem 2,3Ah Bleiakku der Marke Effekta gemacht, der fast immun gegen Tiefentladung war.

Man kann sich auch Akkus gebraucht kaufen. Akkus in Notstromanlagen gesetzesbedingt regelmäßig gewechselt werden. Die Akkus sind noch sehr gut erhalten, da sie nur komplett geladen gelagert werden. Auf Ebay findet man täglich Auktionen bei denen günstig gute Akkus verkauft werden.

Lipos

Die allermeisten Akkus sind aus meheren Zellen aufgebaut, meistens um die Spannung zu erhöhen. Eine Bleiakku-Zelle liefert nur 2V. Deshalb sind in einem 12V Akku 6 davon in Reihe.

Eine Lipo Zelle liefert im halbvollen Zustand 3,7V. Man kann also erstmal nur 3,7V ; 7,4V ; 11,1V ; 14,8V.. errreichen.

 

11,1V als Mittelspannung sind für 12V Verstärker eigentlich zu wenig, 14,8V zu viel. Deshalb sind mit Lipos erstmal nicht so toll für 12V Verstärker.

 

In meinem Ipod Dock ist ein 5400mAh Lipo von IP verbaut. Er ist aus vier Zellen in Reihe aufgebaut. Ich bin bis heute noch sehr zufrieden damit. Leider ist mir der Akku schon im Bau einmal auf 6V runter entladen - normalerweise ein Todesurteil. Wenn der Wächter abschaltet, kann ich ihm ca 4000mAh geben bis er voll ist. Ob die Differenz von 1400mAh von der Belastung am Anfang oder der Restkapazität im Akku kommen kann ich nicht beurteilen. Ich bin voll zufrieden mit dem Akku, aber im Nachhinein würde ich ihn wegen des hohen Preises von über 100€ nicht noch einmal kaufen.

 

Auf Ebay gibt es Li-Ionen Akkus mit Ladegerät für sehr kleines Geld. Das besondere bei allen Kapazitätsversionen: Sie haben eine Mittelspannung von 12V.

Ich habe bis jetzt nur die 1800mAh Version gestestet, es gibt auch 3000mAh, 6800mAh und 9800mAh.

Ihr findet die Akkus, wenn ihr nach: "rechargeable battery 12v 1800 mah" sucht.
Es kommen 12,4 bis 10,8V raus (ist super mit nem Voltmeter zu überwachen).
Ich hab daran einen 2x8W Sure Verstärker und der führt bei voller Lautstärke zu nem maximalen Spannungseinbruch von 0,1V. Besser sind da Bleiakkus der gleichen Kapazität auch nicht.
Die Kapaztät ist außerdem durchaus auch realistisch. Mit meinem 1800mAh habe ich ca 12h bei Zimmerlautstärke gehört, dann war er leer.
Beim Laden wird er nicht heiß und das Netzteil verursacht auch kein Brummen, wenn man die Box beim Laden betreibt.

Einen Nachteil haben die Akkus: Der Schalter. Die Akkus haben einen schon im Gehäuse eingebauten Schalter. Wenn man einen externen an der Außenseite der Box möchte, hätte man nur die Möglichkeit ihn in Reihe zu schalten. Der Schalter an dem Akku wäre dann immer auf Ein. Allerdings leuchtet dann eine LED, die den Akku selbst bei sonst ausgeschalteter Box leer zieht.
Deshalb muss man die Deckplatte in der Nähe vom Akku aufschneiden und einen zusätzlichen Schalter anlöten. Wie das genau geht, erkläre ich in meinem Video zu den Mobilen Tenören.
Ansonsten bin ich aber von dem Akku hell auf begeistert.

Noch nicht getestet, aber trotzdem interessant

Zum einen möchte ich hier AA-Akkus nennen. Besonders interessant sind Eneloop Akkus. Die Akkus sind klein und besonders flexibel. Außerdem kann man in den Akku-Halter auch schnell Batterien klemmen, wenn man eine höhere Laufzeit braucht. Mit Bleiakkus ist das nicht so einfach. Allerdings muss man, wenn man Akkus und Batterien nimmt das 1,2V/1,5V Problem lösen. Aber alles nichts, was ein Schalter nicht könnte.

Netzteile

Laptop-Netzteile

Netzteile, die man von Laptops kennt sind meistens ganz gut geeignet. Sie können einen hohen Strom liefern und sind komfortabel zu verbauen, da man nicht mit 230V hantieren muss. Die meisten haben einen 5,5/2,1mm Hohlstecker. Dann kann man super eine passende Buchse verbauen und muss am Netzteil nichts tun.

Das gleiche gilt für auch für Steckernetzteile.

Konkrete Produkttests hab ich hier aber nicht, da man sowieso nie wieder das gleiche Netzteil findet.

Netzteile ohne Kabel

Hier habe ich bis jetzt nur ein Modell von Meanwell getestet. Eine 120W Version mit 24V. Ihr findet sie auf Ebay, wenn ihr nach "Meanwell 120W 24V" sucht. Es kostet um die 20€. Das Netzteil ist nur ein Metallkasten mit Schraubanschlüssen für 230V/24V. Es hat absolut keine Probleme gemacht, aber minimales Brummen verursacht.
Es hat ein kleines Poti verbaut, mit dem man die Spannung zwischen 21V und 27V fein regeln kann.

Computernetzteile

Von Computernetzteilen muss ich abraten. Sie locken zwar mit hohen Leistungen zum kleinen Preis, aber alles hat nen Haken. Ein 700W Netzteil kann zwar 700W liefern, aber nicht alles an 12V. Ein guter Teil steht nur dem 5V Strang zu Verfügung. Und dann kann man auch die Leistung die für 12V zu Verfügung steht, nicht komplett einem Kabel entnehmen. Am Ende kann man dann einer Leitung nur noch 100W entnehmen und dann ist das Netzteil doch wieder teuer.

Also: Finger davon lassen.

Verstärker

Im Hififorum gibt es einen Ausführlichen Thread zu Mobilen Verstärkern. Da sind viel mehr Verstärker als ich jemals testen könnte beschrieben. Hier fasse ich aber nochmal die Modelle dich ich hatte und mir besonders gut gefallen haben zusammen.

Reine Platinen

Besonders gute Erfahrungen hatte ich bis jetzt mit Verstärkern von Sure-Electronics (Ebay Verkäufer "Sure-Hifi"). Die angebotenen Modelle sind fast alle Class D und sehr hochwertig verarbeitet. Allerdings muss man drauf achten, dass die angegebene Spannung passt (Bei 12V Akkus DC12V). Wenn ein Verstärker mit zb 12V-27V angegeben ist, sollte man ihn eher bei 27V als bei 12V betreiben, sonst liefert er lange nicht die volle Leistung.

 

Dann gibt es noch einen kleinen 2.1 Verstärker von Ebay, der mit 5V läuft.

Er ist etwas schwer auf Ebay zu finden. Momentan findet man ihn mit den Suchbegriffen: "3D Surround 5v digital amplifier board 2.1 subwoofer USB Power". Achtet darauf, dass bei Artikelstandort Weltweit angegeben ist. Die Platine ist grün und hat zwei Potis an der Vorderseite. Insgesamt ist der Verstärker nur 30x25mm groß. Man bekommt ihn für um die 5€. Er liefert für den Subwoofer 5W an 2Ohm, und für die Satelliten je 3W an 4Ohm. Die Werte kommen mir etwas geschönt vor, aber er ist immernoch vollkommen ausreichend für kleine Projekte. Die Trennfrequenz liegt bei schätzungsweise 140Hz. Gar nicht mal so schlecht für was kleines. Hauptmanko sind die 2Ohm. Da bleibt einem nur eine Parallelschaltung von mehreren Chassis.

Mit Gehäuse

Der Kinter MA-700 ist auch ein guter Verstärker. Er ist das Nachfolgermodell vom McFun300 und eigentlich in allem besser. Deshalb würde ich den McFun nicht mehr kaufen.

 

Modelle von KEMO sind auch ganz ok. Die sind schön robust, da sie eingegossen sind, außerdem sind es Mono Verstärker. Allerdings ist der Wirkungsgrad nicht sonderlich hoch dafür aber der Preis.

Selbstbau

Selbst aufgebaut habe ich bis jetzt nur einen sehr kleinen einfachen Verstärker mit einem TDA2822. Es ist ein brückbarer Stereo-Verstärker. Er liefert maximal 2x1,7W oder einmal 3W. Man kann ihn auf einer 2x2cm Platine aufbauen. Er ist also etwas für sehr kleine Projekte. Verwendet habe ich den Schaltplan im Datenblatt vom IC.

Noch nicht getestet, aber trotzdem interessant

Pollin hat eine kleine Verstärkerplatine mit Sd-Karten Slot, USB, Line In, Fernbedienung und Class D. Er liefert 2x10W an 8Ohm. Er ist gute Konkurrenz zum Kinter MA-700. Genaueres kann ich aber auch nicht sagen.

Chassis

Um hier eine bessere Übersicht zu bekommen ist nachfolgend eine Tabelle mit den Kenndaten von Breitbandchassis, die für mobilen Lautsprecherbau besonders interessant sind.

Bei Volumen ist ein Anhaltspunkt gegeben, ab welchem Volumen ein Chassis sein Basspotential ausreizen kann. Besonders bei Chassis mit eher schlechtem Bass kann man auch deutlich kleiner bauen.

 

Größe Hersteller Modell Bass
Volumen
Wirkungsgrad
Hochton
Robustheit
2" Visaton FRS5x -- 1l -- o o
2" Visaton BF45 - 1l -- 0 +
3" Tangband W3-871 o 2,5l o ++ -
3" Tangband W3-316b + 2,5l o + +
3" Monacor Sp8/4SQ + 3l o - o
3" Dayton RS100-4 ++ 1l - + +
3" Aurasound NS3-193-8A ++ 2l - - +
3" Visaton FR8 + 2,5l o o o
3" Visaton FRS8M - 2l + o o
4" Tangband W4-655 + 4,5l o ++ -
4" Visaton FR10-4 + 5l + + --
4" Visaton PX10 - 3l o -- +
5" Visaton BG13 -- 4l ++ -- -
6,5" Visaton BG17 -- 15l ++ - -
8" Visaton BG20 o 20l + o -
8" Beyma 8Ag/n -- 20l ++ o -

Ladegeräte

Vorab: Ich habe bis jetzt mit allen Ladegeräten die ich hatte nur gute Erfahrungen gemacht und ich habe mich immer für das billigste in Frage kommende entschieden.

Bleiakkuladegeräte

Wenn ihr bei Bleiakku-Ladegeräten auf eure Ladezeit schließen wollt hilft die Formel: Ladezeit=Kapazität * 1,4 / Ladestrom.

 

 

Schon oft verwendet habe ich den Ivt Automatik-Steckerlader pl 600 c. Er läd sowohl mit 6, als auch mit 12V. Der Maximale Ladestrom beträgt 600mA. Ich würde es für Akkus ab 3Ah verwenden. Es ist ab ca 9€ erhältlich.

 

Besonders universal ist das Ansmann ALCS, da es mit 2V bis 24V Akkus laden kann. Es erkennt automatisch was für ein Akku angeschlossen ist. Es läd mit maximal 900mA und ist ab 20€ erhältlich. Ich würde es für Akkus ab 4,5Ah einsetzen.

Universalladegeräte

Mitterweile nehme ich aber nur noch mein Turningy Accucel 6 zum Laden aller meiner Boxen. Es kann Bleiakkus, NiMh, NiCd, Lipo, etc laden. Außderdem verfügt es über einen Niedervolt Eingang, was das Laden flexibler macht. Zb kann man seinen Lautsprecher so an einem Auto laden. Auf der anderen Seite braucht man aber noch ein Netzteil zum Betreiben. Man kann den Ladestrom in 0,1A Schritten einstellen. Außerdem verfügt es über eine Anzeige, wie viel Kapazität der Akku schon erhalten hat. Ihr bekommt es für 17€ bei Hobbyking. Besonders interessant ist es mMn für Leute die relativ viel bauen, oder sowieso schon im Modellbau tätig sind.